Bitcoin um 11% gestiegen – was ist diese Woche zu erwarten?

Zuletzt Aktualisiert: 10 Juli 2022

Endlich hatte der Bitcoin wieder eine grüne Woche: Er stieg in den letzten 7 Tagen um 11% und erreichte am Freitag ein Wochenhoch von 21.800. In diesem Artikel heben wir die wichtigsten Daten der letzten Woche hervor und erklären, was das für die nächste Zeit bedeuten könnte.

Schönes Hoch

Aber bevor wir dich mit schwierigen Worten und langen Zahlen überhäufen, lass uns zuerst einen Blick auf dieses schöne Kursdiagramm unten werfen. Dies ist ein Anstieg wie aus dem Lehrbuch. Hoffen wir, dass sich der Bitcoinpreis auch in der kommenden Woche von seiner besten Seite zeigt.

Große Käufer rühren sich

Ein Hauptgrund für den Anstieg ist, dass große Spieler ihre Wallets öffnen und Bitcoin kaufen. Mit großen Spielern meinen wir Wallet-Adressen, die zwischen 10 und 100 Bitcoin halten. Das Kryptoanalyseunternehmen Santiment hat festgestellt, dass diese großen Spieler diesen Trend seit fünf Wochen zeigen. Der Beginn dieses Zeitraums fällt mit dem Fall von Terra Luna zusammen.

In diesen fünf Wochen haben diese Spieler 52 Tausend BTC gekauft, aber der Bitcoinpreis ist um 27 Prozent gefallen.

Weniger Verkäufer

Der Preis auf einem freien Markt wird von Käufern und Verkäufern bestimmt. Oben haben wir erwähnt, dass Bitcoin in Massen gekauft wird, aber wir sehen auch, dass immer weniger verkauft wird. Die größte und beständigste Gruppe, die verkauft, sind die Miner. Sie finden neue Bitcoins, müssen aber auch einige von ihnen verkaufen, um ihre Fixkosten zu decken. Je niedriger der Preis ist, desto mehr Bitcoins müssen sie verkaufen, um ihre Kosten zu decken.

Es gibt einen Indikator, der dieses Verhalten überwacht. Der Bitcoin-Hash-Ribbon-Indikator versucht, Zeiten zu erkennen, in denen Miner in Bedrängnis sind und bis zu dem Punkt verkaufen müssen, an dem sie dies nicht mehr tun können. Die Annahme ist, dass solche Phasen auftreten können, wenn der Bitcoinpreis einen Tiefpunkt erreicht hat.

Wie du oben ganz rechts sehen kannst, befinden wir uns in einer zweiten grünen Periode. Es ist gut möglich, dass die Grafik danach weiß wird, denn in der Geschichte von bitcoin hat es noch nie mehr als zwei aufeinander folgende orange-grüne Perioden gegeben. Bisher ist darauf immer eine Rückkehr zu Weiß gefolgt, und bisher war dieser Übergang immer mit einem steigenden Preis verbunden.

Zurück über dem langfristigen Trend

Die großen Akteure kaufen und die Minenbetreiber verkaufen größtenteils, das sollte sich doch irgendwann im Preis widerspiegeln, oder? Dafür verwenden wir den 200WMA-Indikator, die gelbe Linie auf dem Chart unten. Diese gelbe Linie folgt dem gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Wochen, ist also ein guter langfristiger Indikator.

Bitcoin ist auf dem Vormarsch und der Preis ist jetzt sehr nah an einem wichtigen Indikator, den Analysten verwenden. Das ist der gleitende 200-Wochen-Durchschnitt. Dabei handelt es sich um einen Indikator, der alle wöchentlichen Bitcoin-Preise der letzten 200 Wochen zusammenzählt und dann einen Durchschnitt bildet. Derzeit liegt der Durchschnitt der letzten 200 Wochen bei 19.610, während der aktuelle Preis bei etwa 21.000 liegt. Man könnte also sagen, dass bitcoin jetzt besser abschneidet als der Durchschnitt dieses langen Zeitraums.

In der Geschichte von bitcoin ist es selten, dass der Preis unter diesen Indikator fällt. Oben haben wir drei Kreise gebildet und eigentlich gehört der von 2019 gar nicht dazu. Der Preis kam zwar nahe dran, fiel aber nicht durch ihn hindurch. Erst ein Jahr später, als die ganze Welt wegen der Corona-Pandemie im Ausnahmezustand war, fiel der Bitcoin durch die gelbe Linie.

Nach dem Scheitern von Terra Luna, das einen Dominoeffekt auf dem Markt auslöste, fiel bitcoin kurzzeitig wieder durch die 200WMA. Dies erwies sich als perfekter Kaufzeitpunkt, denn die Geschichte zeigt, dass sich der Preis nicht nur schnell erholt, sondern auch die Angst am Markt zu diesem Zeitpunkt am geringsten ist.

Markt wird weniger ängstlich

Diese Angst wird durch den Bitcoin Fear and Greed Index erfasst, der nach einem Anstieg auf 20 ebenfalls ein Zweimonatshoch erreicht hat. Es gibt immer noch extreme Angst, aber auch hier scheint der Tiefpunkt erreicht zu sein.

Eine kleine Anmerkung: Der Boden scheint erreicht zu sein und die extreme Angst verlässt den Markt. Alle oben genannten Indikatoren zeigen, dass der Trend wieder einigermaßen positiv ist, aber sie stützen sich auch alle auf eine kurze Geschichte, die für einige Anleger nicht repräsentativ genug ist. Das bedeutet leider, dass wir dir nur im Nachhinein sagen können, ob alle diese Indikatoren halten.

Author

  • Florian Feidenfelder is a technical analyst with many years trading experience in the stock exchange and crypto markets. He has broad experience in forex trading, coaching, and funds management.

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