Credit Suisse und Deutsche Bank in Schwierigkeiten, was bedeutet das für bitcoin?

Zuletzt Aktualisiert: 3 Oktober 2022

Der makroökonomische Sturm hat sich in letzter Zeit fast gelegt und Bitcoin segelt immer noch in extrem unruhigen Gewässern. Bemerkenswerterweise hält sich Bitcoin bei all der makroökonomischen Gewalt immer noch recht gut, insbesondere im Vergleich zu traditionellen Finanzanlagen. Die große Frage ist, ob es Bitcoin gelingen wird, sich über Wasser zu halten, wenn die Wellen noch höher werden.

“Wir können nicht mehr viel weiter nach unten gehen”

Sie haben zweifellos davon gehört, dass die Schweizer Investmentbank Credit Suisse kurz vor dem Zusammenbruch steht. Die Credit Suisse ist eine Bank, die vom Financial Stability Board auf die Liste der so genannten systemischen Banken gesetzt wurde. Das bedeutet, dass die Credit Suisse eine Bank ist, die das gesamte Finanzsystem mit sich reißen wird, wenn sie zusammenbricht.

In diesem Sinne kann die Welt viel davon profitieren, wenn die Credit Suisse in der Lage ist, sich selbst zu stützen oder Hilfe zu bekommen. Fünfzehn Jahre nach dem Zusammenbruch der Legman Brothers im Jahr 2008 scheint sich nun ein weiterer kritischer Moment für die Weltwirtschaft abzuzeichnen.

Die gesamte Finanzwelt steuert auf den Abgrund zu, und das in einer Zeit, in der die Inflation durch die Decke geht, wir uns mit einem Krieg in der Ukraine auseinandersetzen müssen und Finanzanlagen ihr schlechtestes Jahr seit langem erleben.

Übrigens sind nicht alle negativ gestimmt. Laut Samson Mow könnte sich dieses Szenario durchaus als sehr vorteilhaft für Bitcoin erweisen. “Selbst wenn die Credit Suisse oder die Deutsche Bank kollabieren und eine Finanzkrise auslösen, sehe ich nicht, dass wir viel tiefer fallen werden”, so ein optimistischer Samson Mow.

Nicht jeder ist positiv gegenüber Bitcoin eingestellt

Übrigens teilt nicht jeder die Ansicht von Samson Mow, dass dies eine positive Entwicklung für Bitcoin ist. Henrik Zeberg, ein beliebter Makroökonom auf Twitter, prognostiziert “den größten deflationären Crash seit 1929.” Das bedeutet, dass eine Menge “Luft” aus den Märkten strömen wird, so der Ökonom.

Anfang 2023 rechnet er mit einem weiteren Anstieg des Dollars, der den Dollar Index auf etwa 120 steigen lassen dürfte. Dies dürfte schließlich einen größeren Absturz als in den Jahren 2007 und 2008 auslösen.

In letzter Zeit ist der Dollar leicht gefallen, aber laut Zeberg geht es für die Weltreservewährung vor allem darum, eine Zeit lang “Luft zu holen”. Danach wird der Dollar seinen Aufstieg fortsetzen, so der Analyst, und das wird fast zwangsläufig auf Kosten von Bitcoin gehen.

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