Dylan LeClair: “Das gesamte Finanzsystem ist insolvent”

Zuletzt Aktualisiert: 21 Oktober 2022

Dylan LeClair ist ein junger Bitcoiner, der mit seinen On-Chain und makroökonomischen Analysen für Aufsehen gesorgt hat. In kurzer Zeit hat LeClair über 200.000 Follower auf Twitter gesammelt. In einer Serie von drei Beiträgen erklärt er, warum er glaubt, dass das traditionelle Finanzsystem auf eine Katastrophe zusteuert.

Was ist hier los?

Nach Ansicht von Dylan LeClair gibt es im Moment drei wichtige Ereignisse, die das globale Finanzsystem erschüttern. Als erstes nennt er die Energiepreise, die durch die Decke gehen und damit die Zinssätze in die Höhe treiben. Jeder findet es derzeit beängstigend, sich gegenseitig Geld zu leihen und verlangt höhere Zinsen, was natürlich auch auf die Zinserhöhungen der Federal Reserve zurückzuführen ist.

Infolgedessen ist der Wert so gut wie aller Vermögenswerte in der Welt mit Ausnahme des US Dollars in diesem Jahr gesunken. “Diese Dynamik verstärkt das systematische Ungleichgewicht zwischen Aktiva und Passiva im derzeitigen Finanzsystem”, so Dylan LeClair. Dieses systematische Ungleichgewicht zwischen Vermögenswerten und Schulden bedeutet, dass die weltweiten Schulden derzeit viermal höher sind als die weltweiten Einkommen.

Schulden als Sicherheiten

Nach Ansicht von Dylan LeClair gibt es im globalen Finanzsystem keine anderen Sicherheiten als die Schulden selbst. Damit meint er vor allem Staatsanleihen, deren Zinssätze derzeit explodieren. Das Problem dabei ist, dass es für die Beteiligten immer schwieriger wird, sich zu refinanzieren. “Bei einer Verschuldungsquote von 400 Prozent in Verbindung mit den aktuellen Zinssätzen bedeutet das, dass das gesamte Finanzsystem bald bankrott sein wird”, so Dylan LeClair.

Der Analyst spricht sogar von einer “Untergangsschleife”, die uns immer weiter nach unten führt. Sie müssen sich eine problematische Situation vorstellen, wenn Ihre Schulden das Vierfache Ihres Einkommens betragen und die Zinssätze plötzlich stark ansteigen.

Wenn Sie zum Beispiel ein Einkommen von 100 Euro im Jahr haben und dem eine Verschuldung von 400 Euro gegenübersteht, haben Sie ein Problem, wenn die Zinsen plötzlich von 0 auf 4 Prozent steigen. Genau das ist jetzt passiert, denn die Zinsen verschlingen einen immer größeren Teil des weltweiten Einkommens. Laut Dylan LeClair müssen die Zinssätze bald sinken, und das wird langfristig gut für Bitcoin sein.

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