Mangel an Bitcoin Experten ist “großes Problem” für EU-Bankenaufsicht

Zuletzt Aktualisiert: 28 Juli 2022

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) tut sich schwer mit der Regulierung von Bitcoin (BTC) und “Kryptowährungen”. Der Vorsitzende José Manuel Campa erwartet bis 2025 keine klaren Richtlinien für die von ihm zu beaufsichtigenden Token.

Die EBA ist eine europäische Behörde mit dem offiziellen Ziel, eine klare und einheitliche Regulierung und Aufsicht im europäischen Bankensektor zu erreichen. Eine schwierige Aufgabe in einer Zeit, in der Bitcoin eine Rolle in der Finanzwelt spielt.

Ein weiteres “großes Problem” ist laut Campa die Suche nach Experten: “Dafür gibt es im Moment eine große Nachfrage”, sagt er im Gespräch mit der Financial Times.

Die Europäische Union als Ganzes scheint weniger betroffen zu sein. Dort wird gerade an dem Paket namens Markets in Crypto Assets (MiCA) gefeilt. Ziel ist es, alle Vorschriften in den 27 Mitgliedstaaten zu harmonisieren. In der Praxis wird es wahrscheinlich von Land zu Land etwas anders aussehen.

Bitcoin wird und wurde in erster Linie von Freiwilligen entwickelt. Es ist aus mehreren Gründen attraktiv, dass Menschen mitarbeiten. Um sachkundige Leute für die Europäische Bankaufsichtsbehörde zu gewinnen, braucht man in diesem Fall gute Bedingungen. Das widerspricht auch der ganzen Idee hinter Bitcoin.

Laut Campa ist es sehr wichtig, dass sie die richtigen Experten finden: “Wenn wir es nicht so gut machen, wie wir sollten, müssen wir mit den Konsequenzen leben.”

Europa und die Regeln

Campa spricht von einem sehr “dynamischen Markt”. Die Entwicklungen vollziehen sich viel schneller, als die Regulierungsbehörden Gesetze ausarbeiten und einführen können. Technologie und Akzeptanz gehen viel schneller als die langsamen Straßen von Brüssel. Campa: “Ob Kryptowährungen in drei Jahren für andere Dinge verwendet werden können, weiß ich noch nicht.”

Die EBA befasst sich hauptsächlich mit Regeln und Richtlinien für den Bankensektor. Aber überall in Europa müssen sich die Regulierungs- und Vollzugsbehörden an die Arbeit machen.

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