Probleme bei Voyager und Celsius (CEL) häufen sich: Täuschung und durchgesickerte E-Mail-Dateien

Zuletzt Aktualisiert: 29 Juli 2022

Sicherlich haben Sie in den letzten Wochen etwas über die Liquiditätsprobleme von Voyager Digital und Celsius gehört. Die beiden amerikanischen Krypto-Lending-Plattformen stehen am Rande des finanziellen Ruins. Das ist an sich schon schlimm genug für die Nutzer, aber heute gibt es noch mehr Elend für beide Parteien.

Falsche und irreführende Versprechen

Nach Angaben der Federal Reserve und der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) hat die Kreditplattform Voyager Digital auf ihrer Website falsche und irreführende Versprechungen gemacht. Die Rechtsvertreter der beiden Parteien haben Voyager Digital in einem Brief über die irreführenden Praktiken informiert. Sie beschuldigen die Kreditplattform, ihre Kunden über den möglichen Schutz durch die US-Regierung im Falle eines Konkurses angelogen zu haben.

Normalerweise sind Privatpersonen bis zu einer bestimmten Summe gegen den Zusammenbruch beispielsweise von Banken versichert. Im Fall von Voyager Digital gibt es eine solche Versicherung oder einen solchen Schutz nicht, obwohl das Unternehmen auf seiner Website behauptet, es gäbe ihn. Nach Ansicht der Rechtsvertretung der Federal Reserve und des FDIC hat Voyager seine Nutzer in die Irre geführt.

Sie fordern nun, dass Voyager Digital eine vollständige Liste der Behauptungen vorlegt, die es auf seiner Website und in Verträgen über diesen “Schutz” aufstellt. Außerdem weisen sie darauf hin, dass es möglich ist, dass in Zukunft, selbst wenn Voyager Digital dieser Aufforderung nachkommt, eine Klage gegen die Kreditplattform eingereicht wird. Zusätzliche Probleme also für das Unternehmen, das in den letzten Wochen eine harte Zeit durchgemacht hat.

E-Mail-Adressen von Kunden auf der Straße

Voyager Digital ist nicht das einzige Unternehmen, bei dem sich die Probleme häufen. Auch die Firma Celsius, die sich mitten im Konkursverfahren befindet, ist auf neue Probleme gestoßen. Am 26. Juli verschickte das Unternehmen selbst eine E-Mail an seine Kunden, in der es zugab, dass deren E-Mail-Adressen geleakt worden waren. Nach Angaben von Celsius wurden die E-Mail-Adressen von einem Ingenieur von Customer.io, einem Drittunternehmen, das Celsius nutzt, weitergegeben.

“Wir wurden soeben darüber informiert, dass ein Mitarbeiter von customer.io eine Liste von Celsius-E-Mail-Adressen erhalten hat”, heißt es im Tweet von Celsius. Interessanterweise ist dies Teil desselben Datenverstoßes wie der Angriff auf OpenSea, der im Juni dieses Jahres stattfand. Damals wurde eine E-Mail-Datei der Nutzer von OpenSea gestohlen.

Geringes Risiko für Kunden von Celsius

Obwohl das Leck in der Kundendatenbank von Celsius für die Kunden nicht schön ist, besteht nach Angaben von Celsius kein “hohes Risiko für unsere Kunden.” Mit dem Versand der E-Mail wollte das Unternehmen vor allem seine Kunden darüber informieren.

Im Prinzip hat Celsius damit Recht. Allerdings ist es natürlich immer noch möglich, dass böswillige Personen einen “Phishing-Angriff” starten, bei dem sie versuchen, weitere persönliche Daten zu sammeln. Das Leck in der Kundendatenbank von Celsius ist zum Beispiel weniger gravierend als das frühere Leck bei Ledger.

Ledger ist ein Hersteller von Hardware-Geldbörsen, also Geräten, mit denen Menschen Vermögenswerte speichern. Das Datenleck bei Ledger hat dazu geführt, dass die vollständigen Adressdaten dieser Personen öffentlich gemacht wurden. Dies stellt natürlich ein Risiko dar, das Sie als Nutzer etwas weniger glücklich macht. Schließlich ist es möglich, dass Kriminelle mit diesen Informationen plötzlich vor Ihrer Haustür stehen.

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