Tinder stoppt Metaverse und Kryptowährung

Zuletzt Aktualisiert: 4 August 2022

Eine Zeit lang gab es Interesse, aber jetzt ist Tinder nach links geschwenkt. Die Muttergesellschaft Match hat beschlossen, die Entwicklung eines eigenen Metaverse und einer Kryptowährung zu stoppen.

Kein Tinderverse

Auf der einen Seite klingt es zwar interessant, die Liebe deines Lebens/der Nacht in einer komplett digitalen 3D-Welt zu finden, aber auf der anderen Seite sitzt man nur auf dem Klo und schlägt die Zeit tot. Und ein Handgriff ist schon schwer genug.

Viele Beziehungen sind auf Tinder entstanden, und es gibt auch viele Paare, die sich in 3D-Welten kennengelernt haben. Denk zum Beispiel an Paare aus dem MMORPG World of Warcraft. Kombiniere diese beiden und ein Tinderverse klingt so verrückt, aber es sollte nicht sein.

Tinder investierte Milliarden

Die Muttergesellschaft von Tinder, die Match Group, zog schließlich den Stecker aus der Idee des Metaverse-Datings. Rein von den Kosten, dem Aufwand und der Zeit her betrachtet, ist das eine Schande. Match Group war bereits bei Date 10 und hatte Hoffnung auf ein Happy End. Sie kaufte Hyperconnect für eine beträchtliche Summe.

Match zahlte über 1,5 Milliarden Euro für das Unternehmen mit Sitz in Seoul. Die Idee war, dass Hyperconnect eine Brücke zwischen Tinder und dem Metaverse schlagen könnte. Das südkoreanische Unternehmen hat sich mit VR, KI und AR einen Namen gemacht. Sie arbeiten weiter daran, ihre Technologie für die verschiedenen Geschäftsbereiche von Match anzupassen, aber du musst nicht so bald mit einem Tinderverse rechnen.

Dating im Metaverse verschoben

Die Top-Manager von Match und Tinder Gary Swidler (wirklich) und Bernard Kim schreiben im Quartalsbericht:

“Ich glaube, dass ein Dating-Erlebnis im Metaverse wichtig ist, um die nächste Generation zu erobern.
Nutzer zu gewinnen, und Hyperconnect ist in diesem Bereich innovativ. Angesichts der Ungewissheit über die endgültigen Konturen des Metaversums und darüber, was funktionieren wird und was nicht, sowie angesichts des schwierigeren Arbeitsumfelds, werden wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht in großem Umfang in das Metaversum investieren. Wir werden diesen Bereich weiterhin sorgfältig prüfen und zum richtigen Zeitpunkt einen Schritt nach vorne wagen, wenn wir mehr Klarheit über die Gesamtchance haben und das Gefühl, dass unser Dienst gut positioniert ist, um erfolgreich zu sein.”

Auch keine Tinder-Münzen

Im Hintergrund arbeitete Tinder auch an seiner eigenen Kryptowährung namens Tinder Coins. Bernard Kim schreibt, dass die Kryptowährung dem Unternehmen nicht weiterhelfen wird. Zumindest im Moment. Die Chancen stehen gut, dass bei der nächsten Hausse der Krypto-Ballon wieder herausgezogen wird.

“Nachdem wir gemischte Ergebnisse bei der Erprobung von Tinder Coins gesehen haben, haben wir beschlossen, einen Schritt zurückzutreten und diese Initiative zu überdenken, damit sie effektiver zu den Einnahmen von Tinder beitragen kann. Wir planen auch, mehr über virtuelle Güter nachzudenken, um sicherzustellen, dass sie ein echter Motor für die nächste Wachstumsphase von Tinder sein können und uns dabei helfen, die ungenutzten Power-User auf der Plattform zu erschließen.”

Ambitionierter Kauf

Match kaufte Hyperconnect im Juli 2021, mitten in der Hausse. Alles drehte sich um web3, Metaverse und NFTs. Shar Dubey, ehemaliger CEO der Match Group, sagte damals:

“Die zukunftsweisende Technologie von Hyperconnect hat bereits neue Wege für die nächste Generation entwickelt, um Freundschaften zu schließen und mit neuen Menschen in Kontakt zu treten, unabhängig von Grenzen und Sprachbarrieren. Unser unmittelbares Ziel ist es, das Wachstum von Hyperconnect zu beschleunigen, indem wir ihre Technologie in unser Portfolio aufnehmen und sicherstellen, dass Menschen auf der ganzen Welt Zugang zu den besten Produkten haben, um neue Leute kennenzulernen und angenehme Beziehungen zu knüpfen.”

Author

  • Steven Gray is a journalist with a heart for crypto. He filters the wide range of news and ensures that it reaches the public in a comprehensible way. He often does this with the support of technical analysis.

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